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Heimat- und Geschichtsfreunde

Griesbach e.V.

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Der Zweck des Vereines ist die Förderung der Heimatpflege und Hei-matkunde, des traditionellen Brauchtums sowie der Denkmalpflege.

6. Heimatbuch: "Ein Griesbacher wandert aus"
Neues Buchprojekt von Dr. Xaver Luderböck: Mathias Kleeberger, ein Pionier in Nordamerika

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Griesbach. (ez) Von seiner Ehefrau wird Dr. Xaver Luderböck als „Wühlmaus“ be-zeichnet. Und ja – es ist wieder mehr als erstaunlich, was er an Hintergrundinfor-mationen mit auf den Weg bringt. Es ist mittlerweile das sechste Buch, das die Heimat- und Geschichtsfreunde Griesbach auf den Weg gebracht haben. Das neu-este Werk, das federführend durch sein Tun entstand, handelt von Matthias Klee-berger, einem Auswanderer aus Niederbayern, der in den Vereinigten Staaten von Amerika zum Pionier wurde. Am kommenden Sonntag, 26. Oktober stellt Dr. Xaver Luderböck allen Interessierten um 15 Uhr das neueste Werk im Gasthaus Zur Post in Griesbach vor.

 

Auf 176 Seiten wird die Geschichte der Vorfahren („Brunnbauer“ Holzleitner, Klee-berger) und vieles aus der Dorfgeschichte zu lesen sein. Es ist darin zu lesen, wie es zur Verurteilung von Matthias Kleeberger wegen Körperverletzung kam, wie er die Auswanderung im Jahr 1853 erlebte und auch wie er sich in der Nähe von Tole-do/Ohio sesshaft machte. Dort gründete er eine Familie und das Leben in Amerika begann. Die Korrespondenz mit seinem Bruder Johannes und mit Verwandten verstorbener Auswanderer ist im Buch ebenso niedergeschrieben wie auch Infor-mationen rund um das Leben und die Schicksale in Griesbach bis Ende des 19. Jahrhunderts (Wetter, Arbeit, Krankheiten, Familienschicksale, Politik). Geschickt verpackt Dr. Xaver Luderböck die Briefe mit Hintergrundinformationen zu Ereig-nissen der damaligen Zeit, sodass es eben nicht nur einen Einblick in das Leben einer Familie gewährt, sondern auch die Weltgeschehnisse und das Leben in der Griesbacher Heimat erfasst.

Drei Menschen treffen sich auf einem Friedhof

„Das Leben schlägt oft erstaunliche Wege ein“, erläutert auch Vereinsvorsitzender Manfred Hofmeister. Was als eine scheinbar un-spektakuläre Begegnung begann, entwickelte sich zu einer bemerkenswerten Geschichte. Drei Menschen trafen sich zufällig auf enem Friedhof in Niederbayern und das war der Auslöser zu diesem Buch. Am 9. April 2022 wurde Mesnerin Anita Heilmer auf dem Friedhof in Griesbach von zwei ausländischen Besuchern angesprochen. Die beiden Fremden stellten sich als die Amerikaner Todd Puhl und sein Begleiter Scott Walker vor. Todd Puhl berichtete, dass er auf den Spuren seiner Griesbacher Vorfahren mit den Namen Kleeberger und Moosmaier unterwegs sei. Matthias Kleeberger war Mitte des 19. Jahrhunderts nach Amerika ausgewadert. Mithilfe des 1000-Jahr-Buches konnten schon erste Fragen zur Familiengeschichte erklärt werden. Die damalige Pastoralreferentin Anita Ramoser kam zum Gespräch hinzu und Todd Puhl erwähnte, dass er Briefe aus Griesbach habe. Diese stellte er später den Heimat- und Geschichtsfreunden zur Verfügung. Schnell war klar, es handelt sich um einen wahren Schatz mit historischem Stel-lenwert. Und so war die Idee zum Buch geboren. Luderböck transliterierte die Briefe, recherchierte unermüdlich im Leben der Familie Kleeberger und konnte unglaubliche Details und Episoden der Geschichte zutage fördern.

 

Eine faszinierende Geschichte

„Ich war schon immer fasziniert von meiner Familiengeschichte, meinen Wurzeln und dem, was mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heute bin“, schreibt Todd Puhl aus Amerika. In der Kindheit war das Haus voller alter Gegenstände, die ihm einen Ein-blick in die Geschichte der Familie gaben: eine alte Familienbibel, kleine Erinnerungsstücke und Möbel, die von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurden. Am meisten interessierten ihn jedoch die alten Briefe in deutscher Sprache, die sorgfältig im Familiensafe aufbewahrt wurden. Nach dem Tod seiner Mutter kamen die Briefe zu seiner Schwester Beth und zu ihm. „Als ich als Erwachsener die Briefe in den Händen hielt, erinnerten sie mich an die Faszination, die sie in meiner Kindheit in mir geweckt hat-ten“, sagt er. Sie schickten die Briefe per E-Mail nach Deutschland zur Übersetzung und mit jedem Brief wurde die Geschichte kla-rer. Die Briefe enthielten Berichte über historische Ereignisse, Weltgeschehen, Geburten, Todesfälle und Neuigkeiten aus Gries-bach.

 

Wie die Verbindungen entstanden

Diese Informationen führten ihn zur weiteren Recherche über Griesbach und die in der Korrespondenz erwähnten Ereignisse. So entstanden Verbindungen zwischen dem Inhalt der Briefe und regionalen und globalen Ereignissen. Bei der Planung einer Reise nach Deutschland im Jahr 2022 hatte für ihn der Besuch von Griesbach Vorrang. „Ich wollte das Dorf, in dem Matthias, Johann und Klara gelebt hatten, erkunden und mit meinen familiären Wurzeln verbinden“, erinnert er sich. Während er seiner Familie in den USA von er Reise nach Griesbach erzählte, erhielt er zusätzliche Informationen über die Briefe der Kleebergers von seiner Tante Dee Ponton. Sie präsentierte Fotos von der Blockhütte, die Mathias als einer der ersten Siedler im Great Black Swamp in Ohio, USA, gebaut hatte. Nun ist also das Buch fertig, Vorbestellungen sind ab sofort bei Dr. Xaver Luderböck, bei Manfred Hofmeister oder auch am Sonntag beim Vortrag möglich. Erscheinungsdatum wird im Februar 2026 sein. Es soll übrigens auch ins Englische über-setzt werden und in den USA veröffentlicht werden.

Dingolfinger Anzeiger - Monika Ebnet, Redakteurin

Gelebte Geschichte

Das Leben des Auswanderers Matthias Kleeberger beschäftigte

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Dingolfinger Anzeiger, 07. 11. 2025

Dr. Luderböck präsentiert das neue Heimatbuch

Griesbach. (ez) Kürzlich konnte der Vorsitzende der Heimat- und Geschichtsfreunde Griesbach, Manfred Hofmeister, im Gasthaus zur Post interessierte Gäste zur Buchvorstellung rund um die Ge-schichte des Griesbacher Auswanderers Matthias Kleeberger begrüßen.

 

Anita Heilmer war es, die am örtlichen Friedhof zwei Personen antraf, die suchend umhergingen. Der Name „Kleeberger“ war ihr zwar ein Begriff, doch sie konnte die Geschichte nicht direkt fassen. Von „Letters“ war die Rede. Quasi aus dem Nichts entstand die Idee, aus der Geschichte etwas zu ma-chen, und so kam Dr. Xaver Luderböck ins Spiel, erinnert sich Hofmeister. Was er wieder auf-gedeckt und erarbeitet habe, suche seinesgleichen und sei beeindruckend. Nicht nur die Familiengeschichte der Kleebergers und wie dieser vom Verurteilten zum Auswanderer und in den USA sogar zum Pio-nier wurde, konnten erarbeitet werden. Gleichzeitig hat man wertvolle historische Ereignisse rund um Griesbach „fassen“ und aufarbeiten können.

 

Auf 176 Seiten wird die Geschichte der Vorfahren („Brunnbauer“ Holzleitner, Kleeberger) und vieles aus der Dorfgeschichte zu lesen sein. Es beinhaltet, wie es zur Verurteilung von Matthias Kleeberger wegen Körperverletzung kam, wie er die Auswanderung im Jahr 1853 erlebte und auch wie er sich in der Nähe von Toledo/Ohio sesshaft machte. Dort gründete er eine Familie und das Leben in Amerika begann. Die Korrespondenz mit seinem Bruder Johannes und mit Verwandten verstorbener Auswan-derer ist im Buch ebenso niedergeschrieben, wie auch Informationen rund um das Leben und die Schicksale in Griesbach bis Ende des 19. Jahrhun-derts (Wetter, Arbeit, Krankheiten, Familienschick-sale, Politik). Geschickt verpackt Dr. Xaver Luderböck die Briefe mit Hintergrund-informationen zu Ereignissen der damaligen Zeit, sodass es eben nicht nur einen Einblick in das Leben einer Familie gewährt, son-dern auch die Weltgeschehnisse und das Leben in der Griesbacher Heimat erfasst.

 

Ein Lackl bei Wasser und Brot

Am 18. Juni 1811 erblickte Johannes Babtist, der spätere Briefeschreiber, das Licht der Welt. Mattias Kleeberger, der ausgewandert ist, wurde am 5. September 1818 geboren. Auswanderer und Pionier wurde er, jedoch in der Heimat wegen Körperverletzung und Wilderlei zur Haft verurteilt. Auf die Bezeichnung „Lackl“ ging man ein, auf die Tatsache, woher der Ausspruch „bei Wasser und Brot“ komme und vieles mehr.

 

Die Deutschen spielten in Amerika eine große Rolle bei der Trockenlegung des Großen Schwarzen Sumpfes (Great Black Swamp), wodurch das Land erst für die Landwirtschaft geeignet wurde. Sie arbeiteten in Brauereien, Möbelfabriken und in der Glasherstel-lung und trugen so zum industriellen Boom von Toledo bei. Deutsche gründeten Kirchen, Unterstützungsvereinigungen und deut-schsprachige Zeitungen, um Neueinwanderern bei der Eingewöhnung zu helfen. Das Oktoberfest und das Bierbrauen kamen so ebenfalls dorthin. In Zeiten ohne Telefon und Internet waren Briefe das einzige Mittel, um Kontakt mit der Familie und Freunden in der alten Heimat aufrecht zu halten. Der erste Brief von Kleeberger war vom 5. September 1853. Es ist der Antwortbrief zu dem, der aus Amerika kam. Außerdem erkundigten sich die Verwandten von Xaver Bumeder (Verwandtschaft des heutigen Landrats) um dessen Befinden.

 

Im Brief 1854 schildert Johann seinem Bruder in den USA das erschwerte Leben der Bauern in Bay-ern, wegen schlechtem Wetter und über die ausgebrochene Cholera. Griesbach war bis dahin noch verschont, jedoch gab es in Reisbach schon einige Opfer. Jo-hannes Kleeberger hoffte immer darauf, der Bruder könnte wieder zurückkehren. Doch dieser heiratete am 10. Juli 1855 eine deut-sche Auswanderin. Gertrude Madele war die Braut, aus Rheinland-Pfalz stammend.

 

Vom Grundstückskampf im ehemaligen Sumpfgebiet, dem Urbar-Machen der Flächen und vielem mehr ist zu lesen. Anfangs gab es in den feuchten Gebieten viele Mücken, Schlangen, giftige Kräuter und dergleichen, was Krankheiten mit sich brachte.

 

Ein Komet über Griesbach

Im Herbst 1858 zog ein Komet an der Erde vorüber, der Ende September seine größte Helligkeit erreichte und einen langen, glühen-den Schweif hinter sich herzog. Johann Kleeberger und die Bewohner der Umgebung von Griesbach konnten ihn etwa acht Wochen lang beobachten.

 

Matthias Kleeberger hatte inzwischen einen Einbürgerungsantrag gestellt. Seit dem 8. Oktober 1859 war er offizieller amerikani-scher Staatsbürger. Die Eheleute bekamen 1861 das erste Kind, Anna Mary. Sie heiratete am 22. Januar 1884 John Kiefer und gebar zwölf Kinder. 1922 starb sie im Alter von 61 Jahren an einem Herzinfarkt. Als zweites Kind wurde John Joseph am 21. Juni 1863 ge-boren. Er ließ sich später in Texas nieder und hat einen Pflanzapparat zum Patent angemeldet. Frank, der zweite Sohn, wurde am 28. November 1864 geboren.

 

In den Briefen ist vom großen Brand in Griesbach am 15. Dezember 1865 zu lesen und vieles rund um die Geschichte des Ortes. Dank richtete Luderböck am Ende seines Vortrags an alle, die ihn beim Suchen und Schreiben unterstützt haben.

 

Ein Stück Zeitgeschichte

„Ein Stück Zeitgeschichte wurde hier wieder verfasst“, so Rosmarie Baumgartner, die für das Engagement dankte.

 

Todd Puhl, der Nachfahre, der am Griesbacher Friedhof die Suche nach seiner Familiengeschichte begann, erzählt: „Ich war schon immer fasziniert von meiner Familiengeschichte, meinen Wurzeln und dem, was mich zu dem Menschen gemacht hat, der ich heu-te bin.“ In der Kindheit war das Haus vol-ler alter Gegenstände, die ihm einen Einblick in die Geschichte der Familie gaben: eine alte Familien-bibel, kleine Erinnerungsstücke und Möbel, die von einer Generation zur Nächsten weitergegeben wurden. Am meisten interessierten ihn jedoch die alten Briefe in deutscher Sprache, die sorgfältig im Familiensafe aufbewahrt wurden.

 

Nach dem Tod seiner Mutter kamen die Briefe zu seiner Schwester Beth und zu ihm. „Als ich als Erwachsener die Briefe in den Hän-den hielt, erinnerten sie mich an die Faszination, die sie in meiner Kindheit in mir geweckt hatten“, sagt er. Sie schickten die Briefe per E-Mail nach Deutschland zur Übersetzung und mit jedem Brief wurde die Geschichte klarer. Die Briefe enthielten Berichte über historische Ereignisse, Weltgeschehen, Geburten, Todesfälle und Neuigkeiten aus Griesbach.

 

Diese Informationen führten ihn zur weiteren Recherche über Griesbach und die in der Korrespon-denz erwähnten Ereignisse. So entstanden Verbindungen zwischen dem Inhalt der Briefe und regionalen und globalen Ereignissen. Bei der Planung einer Reise nach Deutschland im Jahr 2022 hatte für ihn der Besuch von Griesbach Vorrang. „Ich wollte das Dorf, in dem Matthias, Johann und Klara gelebt hatten, erkunden und mit meinen familiären Wurzeln verbinden“, erinnert er sich. Während er seiner Familie in den USA von der Reise nach Griesbach erzählte, erhielt er zusätzliche Informationen über die Briefe der Kleebergers von seiner Tante Dee Ponton. Sie präsentierte Fotos von der Blockhütte, die Mathias als einer der ersten Siedler im Great Black Swamp in Ohio, USA, gebaut hatte.

 

Nun ist also das Buch fertig, Vorbestellungen sind ab sofort bei Dr. Xaver Luderböck oder bei Manfred Hofmeister möglich. Erschei-nungsdatum wird im Februar 2026 sein. Es soll auch ins Englische übersetzt und in den USA veröffentlicht werden.

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Das Kleeberger- Eckart- Glück-Anwesen in Griesbach

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Überseekoffer aus dem Fundus von Siegfried Heß
(aus dem Nachlass von Fanny Lommer, die 1924 nach Amerika auswanderte)

5. Heimatbuch: "Die Gasthäuser in der  Altgemeinde Griesbach"

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Viertes Buch: "Ihr seid nicht vergessen!"

Ab sofort sind Vorbestellungen möglich und erwünscht und werden entgegengenommen von:

Manfred Hofmeister Tel. 08734 / 93 33 03 – Email: hofmeister-griesbach@gmx.de

Mariele Obermeier Tel. 08734 / 93 21 66 – Email: aum.obermeier@t-online.de

Dr. Xaver Luderböck Tel. 08734 / 93 76 06 – Email: lux@luderboeck.de

Sterbebilder der Pfarrei Griesbach
 Mariele Obermeier konnte kürzlich das vierte Buch der Geschichtsfreunde dem Verlag zum Druck übergeben. Unter dem Titel „Ihr seid nicht vergessen“ hat sie über 1000 Sterbebilder der Pfarrei Griesbach und der Filiale Günzkofen, die früher zu Gottfrieding gehörte, erfasst. Ergänzende Texte und Bilder runden die Thematik ab und Begutachtungen kamen schon im Vorfeld zu dem Ergebnis, dass Mariele ein rundherum großartiges Werk gelungen ist. - Bestellungen können immer noch vorgenommen werden.

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Einladung:

📚 Heimat- und Geschichtsfreunde Griesbach 📖

Das Dorf feiert 330 Jahre Bierausschank

Die erste nachweisbare Schankerlaubnis erhielt das heutige Gasthaus zur Post bereits im Jahre 1692, wie Dr. Xaver Luderböck bei Recherchen zum vierten Buch der Geschichtsfreunde „Gasthäuser in Griesbach“ im Staatsarchiv Landshut herausfand.

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Neues Buchprojekt 2022

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Bild rechts: Auszug aus dem Entwurf der ersten Buchseite - erstellt von Dr. Xaver Luderböck ->

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Neues Buch!

Buchprojekt 2021

Ein Mammutprojekt hat 2. Vorsitzende Mariele Obermeier in Angriff genommen -

Sie arbeitet an der Sammlung der Sterbebilder der Pfarrei und Altgemeinde Griesbach

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Unsere Publikationen

Erstes Heimatbuch 2011:

1000 Jahre Griesbach - Geschichte und Entwicklung

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Am Anfang stand eine Idee

 

Im Juni 2010 trafen sich auf Einladung von Rolf-Peter Holzleitner die Griesbacher Vereinsvorstände und zahlreiche Geschichtsinteressierte, um einen Arbeitskreis zu gründen, der ein Konzept für eine Feier zum 1000-jährigen Jubiläum des Pfarrdorfs erarbeiten sollte.

Resultat des Treffens und einiger weiterer Zusammenkünfte: Erstellung einer Orts- und Bilderchronik über die Geschichte Griesbachs. Als weiteres Ergebnis erfolgte im Jahr darauf zwangsläufig die Gründung der Heimat- und Geschichtsfreunde Griesbach.

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Das Autorenteam

v.l.n.r.:  Heinrich Heß, Mariele Obermeier, Marianne Fruhmann, Karl Gerhager, Josef Eberl, Manfred Hofmeister (Vorstand), Cornelia Holzleitner, Rolf-Peter Holzleitner, Siegfried Heß, Dr. Xaver Luderböck, Christian Falch (nicht im Bild)

Zweites Heimatbuch 2018:

Soldaten der Altgemeinde Griesbach im Ersten Weltkrieg

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Auszug aus dem Vorwort von Vorstand Manfred Hofmeister zu Buch 2

 

Vor bald 40 Jahren erzählte mir mein Großvater Otto Hofmeister sen., vielen Griesbachern noch als „Schuasda Ottl“ bekannt, oft von der „alten“ Zeit. Er berichtete über Erlebnisse aus seiner Jugend und Kindheit. Dabei las er bei einer solchen Gelegenheit aus zwei kleinen, derb zusammengehefteten Büchlein vor.

Diese Hefte waren gerade so groß, dass man sie bequem in eine Jackentasche stecken konnte. Innen waren sie ganz dicht mit Blei-stift in einer für mich damals völlig unbekannten Schrift beschrieben – das waren die Kriegstagebücher meines Urgroßvaters Ge-org Hofmeister aus dem Ersten Weltkrieg.

Vor etwa 15 Jahren nahm ich die beiden Hefte wieder zur Hand, nur mit dem Lesen der „alten Deutschen Schrift“ funktionierte es nicht so recht. Aus dem Wunsch heraus zu erfahren, was in den Büchern steht, bat ich Marianne Götz (geb. Kapfinger, die meinen Urgroßvater noch persönlich kannte), mir beim Entziffern des Inhaltes zu helfen. In einigen Abendsitzungen begannen wir ge-meinsam mit ihrem Mann Ludwig mit dem Transkribieren der Tagebücher.

 

Das „Projekt Kriegstagebücher“, wie es in der Zwischenzeit bei mir hieß, schlief dann wieder für einige Jahre ein – bis in die Zeit nach der Arbeit an unserer Griesbach-Chronik. Das Projekt nahm wieder Fahrt auf. Zunächst konnte ich auf die Mithilfe von Ma-riele Obermeier zählen - ein großes Problem stellten dabei die Ortsnamen dar. Viele dieser Namen wurden von einem Nieder-bayern, quasi in Lautschrift, also so wie er sie hörte, aufgeschrieben und waren damit fast unmöglich zu entschlüsseln. Erst im Gespräch mit Dr. Xaver Luderböck fand sich eine Lösung für das Problem.

 

Gemeinsam mit Dr. Luderböck entstand der Gedanke, eine kleine Publikation aus den Tagebüchern zu erstellen – zumal sich 2018 das Ende des Ersten Weltkriegs zum 100ten Mal jähren sollte. Zwischenzeitlich hatten wir noch von Franz Wimmer aus Ludersdorf einen Bericht aus der französischen Kriegsgefangenschaft seines Onkels Josef Wimmer erhalten. Dr. Luderböck erkannte, dass in dem Thema mehr steckte. Es keimte die Idee auf, alle Griesbacher bzw. alle aus der Altgemeinde Griesbach stammenden Kriegsteilnehmer zu erfassen – schon war ein neues Projekt für die Heimat- und Geschichtsfreunde daraus geworden.

 

Bald formierte sich ein Kernteam, bestehend aus Dr. Xaver Luderböck, Mariele Obermeier, Heinrich Heß, Siegfried Heß, Lydia Groß-Luderböck, Karl Gerhager, Marianne Fruhmann, Josef Eberl und meiner Wenigkeit. Damals, im Jahre 2015, hatten wir noch keine Ahnung, dass uns dieses Thema die nächsten drei Jahre intensiv beschäftigen sollte.

Das 10-jährige Jubiläum steht bevor:

In Vorbereitung: Dokumentation von Dr. Xaver Luderböck

Publikation zur Kirchengeschichte Griesbachs

Ein etwas längerer Aufsatz, so hat Dr. Xaver Luderböck seine Arbeit mit ca. 140 Buchseiten bezeichnet, ist aus seiner Feder während der Corona-Krise entstanden. Seine Arbeit ist weitgehend fertig gestellt und befasst sich mit der Geschichte der Kirche in Griesbach sowie den Patronatsherren und Pfarrherren der Pfarrei. Der Inhalt wird gewürzt mit Bildern aus der Bestandsauflistung der Kirchenausstattung.

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Netzgewölbe der Zeit um 1475 vor der Sakristei im Turmuntergeschoss

Das neue Buch kann bestellt werden!

Ab sofort sind Vorbestellungen möglich und erwünscht und werden entgegengenommen von:

Manfred Hofmeister Tel. 08734 / 93 33 03 – Email: hofmeister-griesbach@gmx.de

Mariele Obermeier Tel. 08734 / 93 21 66 – Email: aum.obermeier@t-online.de

Dr. Xaver Luderböck Tel. 08734 / 93 76 06 – Email: lux@luderboeck.de

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Pfarrei und Kirche in Bildern

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1992 Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Georg unter Pfarrer Anton Rollinger (1990 - 1996)

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Der Stolz der Pfarrei von 1991: Der Kirchenchor

hinten v.l.:    Heß Siegfried, Brunner Alois, Holzleitner Rolf-Peter,    

                      Heß    Konrad, Eglseder Georg,    Lackermeier Paul, 

                      Pfarrer Rollinger Anton, Lettl Joseph

mittig v.l.:     Klugbauer Helmut, Heß Barbara, Bölsterl Rosmarie,

                      Bölsterl Roswitha, Peisl Martina, Eberl Anton, Pfeiffer

                      Christa, Heilmer Rosmarie, Thon Karin

vorne v.l.:      Weinmann Christl, Holzleitner Cornelia, Wiesinger Rosi,

                      Brunner Käthi, Weinmann Manuela, Trapp Marianne,

                      Lackermeier Maria

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1995 Abschluss der Innenrenovierung des Gotteshauses

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Pfarrer Albert Deindl 1894 - 1914

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Der Ökonomie-Pfarrhof bestand bis 1919

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Pfarrer Joseph Wühr 1914 - 1917

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Pfarrer Michael Reger 1917 - 1927

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Der Pfarrhof: erbaut 1920 - ersetzt 1957

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